Jurybericht vor X Jahren

Jurybericht des Vereins „Stadtmusik“

Klasse 5 Fanfare-Mixte vor X Jahren

Selbstwahlstück: Das Gewitter in der Heuernte
Komponist: Kastor Donnermann

Dirigent: Hier-Anonymus Haudenstab

Um es vorwegzunehmen: Die Stadtmusik hat mit ihrer Stückwahl den Nagel auf den Kopf getroffen. Das Stück ist auf die ungeahnten Fähigkeiten des Orchesters zugeschnitten.

Der Beginn der Stückes gelang recht gut, hörte man doch bereits jetzt die später noch weiter ausgebauten Dissonanzen, die der Aufführung der Stadtmusik einen unvergleichlichen Charakter verliehen. Der ferne Blitzschlag, der ertönte, als der Beckenspieler sein Instrument fallen liess, war der Vorbote eines in allen Teilen ungewöhnlichen Vortrages .

Als dann im Takt 27 die Fanfaren der Trompeten einsetzten, wäre es nicht nötig gewesen, das ffff so weit zu treiben, dass das Instrument des 1. Trompeters ausfranselte.

Als zwischen Takt 117 und Takt 212 der Sopransaxofon-Spieler seinen vor ihm sitzenden Klarinettenkollegen mit seinem Saxofon beinahe erschlug, konnte die Jury beim besten Willen keinen tieferen Sinn in dieser Aktion sehen. Im imposanten Hauptteil des Werkes, das von allen im fff oder ffff gespielt wurde, liess die Köpfe der Bläser dunkelrot anlaufen, sodass die Jury befürchten musste, den Vortrag, um die Gesundheit der Musikantinnen und Musikanten zu schützen, abzubrechen. Die Lautstärke wurde selbst dem mitgereisten Anhang zuviel, was sich dadurch zeigte, dass etliche Personen den Raum verliessen. Dass dabei die Gipsdecke des älteren Saales in Mitleidenschaft gezogen wurde, sei hier nur am Rande vermerkt.

Ein Wort zu den Schlagzeugern: Die Bezeichnung Schlagzeug ist nicht allzu wörtlich zu nehmen, es ist einer künstlerischen Aufführung nicht förderlich, wenn sämtliche Pauken- und Trommelfelle zu Bruch gehen.

Die ruhige, schöne Melodie im Andante wurde von den Tenorhörnern so breit ausgewalzt, dass der Timpanist einschlief, seine Trommelschläger zu Boden fallen liess und hintennach purzelte, was doch etwas störend wirkte. Als krasser Gegensatz zur Tenormelodie liessen Es-Hörner und Posaunen ein staccato gespieltes Triolengegacker hören, welches sich durch rhythmische Ungenauigkeiten und Stimmungsprobleme auszeichnete.

Der Dirigent hat und gibt sich Mühe. Er liess es sich nicht nehmen, im Laufe der Aufführung stark abzubauen, was sich auf den Vortrag sehr positiv auswirkte. Seine Zeichengebung war zwar sehr eindrucksvoll und ausschweifend, konnte aber die Musikanten nicht voll überzeugen. Trotz seiner an Drohgebärden erinnernden Gestik brachte er es nicht fertig, das Orchester auseinander zu bringen. Immer wieder gab es eine Bläsergruppe, die seiner Dirigierkunst widerstand und das Opus zu Ende spielen wollte.

Trotz allem ist der Stadtmusik ein Kompliment zu machen für den Mut, an einem eidgenössischen Musikfest teilzunehmen. Allerdings sollte sich der Verein überlegen, ob er seine musikalischen Künste nicht besser ohne Publikum aufführen sollte. Jedenfalls war die Jury noch stundenlang wie erschlagen über diese enier Naturkatastrophe ähnlichen Aufführung.

Für die Jury: Emiliolino Toscanelli

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Zusätzlicher Probetag:
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