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2015

zt – «Unsere Tradition nimmt uns keiner»

Programm Centralfest Zofingia

«Unsere Tradition nimmt uns keiner 

Zofingen Der Altzofinger Arthur Einsele spricht über studentisches Feiern und gesellschaftliches Engagement

Stolz, nachdenklich und engagiert – Arthur Einsele – vulgo «Obelisk» – vor dem Löwenbrunnen am Stadteingang, der notabene eine Spende der Zofingia ist.MiF

Arthur Einsele, ab heute Abend macht die Studentenverbindung Zofingia die Altstadt zum Festplatz. Sie sind Centralpräsident der Altzofinger. Weshalb sind Sie als Appenzeller der Zofingia beigetreten?

Ich bin eben reformiert und nicht katholisch. So war für mich der Schweizerische Studentenverein keine Option. Ich bin als Mittelschüler in den 60er-Jahren über einen zwei Jahre älteren Freund zur Verbindung gestossen. Die Zofingia hat sich immer als konfessionsneutral, liberal und gesellschaftlich engagiert positioniert. Das hat mir zugesagt.

Die Annalen der Zofingia sind von vielen Festlichkeiten geprägt. Es geht da schon ziemlich fröhlich zu, manchmal überbordet es gar.

«Echli suufe und es bitzeli wüescht tue» – dieser Ruf haftet jeder Studentenverbindung und damit auch der Zofingia an. Wir kehren das nicht unter den Tisch. Die Stadt kann sich über die letzten Jahre aber kaum über unser Benehmen beklagen. Unsere Tradition nimmt uns keiner. Auch dieses Jahr werden wir unsere neuen Zofinger mitsamt Uniform zur Taufe in den Thut-Brunnen werfen. Der Brunnen mit seinem Denkmal war anno 1894 auch unsere erste grosse Spende an die Stadt.

Die Zofingia gibt es doch bloss, weil die Zürcher nicht in Bern und die Berner nicht in Zürich feiern wollten und Zofingen in der Mitte lag.

Die Studenten trafen sich damals nicht zum Festen, sondern zur Erörterung von politischen und gesellschaftlichen Fragen. Vom Gründungsjahr 1819 an war die Zofingia bis in die 50er-Jahre des 19. Jahrhunderts ein Schauplatz der politischen Auseinandersetzungen rund um die Gründung unseres Bundesstaates. Aus der Zofingia sind Bundesräte wie Max Petitpierre oder Pierre Aubert hervorgegangen. Auch General Guisan war ein «Zofinger.»

Die Zofingia ist die älteste Schweizer Studentenverbindung. Ist sie nicht etwas in die Jahre gekommen?

Wir zählen immer noch 400 bis 500 Aktive. In den drei Jahren, seit ich Centralpräsident bin, haben wir den Kontakt zu den hiesigen Behörden und Vereinen so intensiv gepflegt wie schon lange nicht mehr. Fast jede Sitzung hielten wir in Zofingen ab, stets waren wir zu Besuch am Weihnachtsmarkt und Kinderfest. Und wir haben die Kontakte zu den Stadtbehörden, zur Schützengesellschaft oder zur Offiziersgesellschaft und anderen intensiviert. Und: Im Vorjahr konnten wir die neue Fahne der Zofinger Kadetten finanzieren. Dieses Jahr haben wir aus Weihnachtsmarkt-Spenden dem Verein Behindertenbus geholfen. Der Tambourenverein wird zu unserem Umzug durch die Altstadt ebenso aufspielen wie die Stadtmusik. Apropos: Unsere Statuten haben wir soeben revidiert.

Ihre Amtszeit endet mit diesem Centralfest. Worin unterscheidet sich dieses alle drei Jahre stattfindende Fest von den regulären Jahrestreffen?

Die Organisation des Anlasses obliegt normalerweise den aktiven «Zofingern», die noch im Studium sind. Am Centralfest der Altzofinger, das heuer seine 40. Auflage erlebt, stehen wir ebenfalls in der Verantwortung. Die Stadt wird so viele übernachtende Gäste zählen wie schon lange nicht mehr.

Was sind die Highlights?

Das Carillonkonzert ist ein Ereignis. Und wir hoffen auf viel Publikum und Feststimmung am Cortège. Am Sonntag laden wir die Bevölkerung zum Apéro.

Was ist Ihr Wunsch an die Zukunft?

Dass unsere Freiburger Nachfolger den Ball aufnehmen und die Kontakte weiterhin das ganze Jahr über pflegen. Wir sind nicht nur der Form halber Zofinger. Zu unserer grossen 200-Jahr-Feier 2019 wollen wir unserer Thutstadt erneut etwas von bleibendem Wert schenken.


Zofinger Tagblatt, 24.04.2015, Michael Flückiger

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