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2017

zt – Mit der Schusswaffe in der Posaune

Die Stadtmusik Zofingen und die Theatergruppe der Kanti machten am Jahreskonzert den Stadtsaal zum Tatort.

Schon beim Eingang wiesen Fussspuren auf eine Verbrecherfährte hin. Die gleichen Spuren erschienen auch im Programm. Wer ihnen mit einigem Spürsinn folgte, erhielt Hilfe bei der Fahndung über den musikalischen Tatverlauf. Vorderhand war nichts Ungewöhnliches erkennbar, im Gegenteil. Die Jungtambouren der Musikschule schwärmten mit dem «Chinderfescht-Marsch» vom vertrauten, friedlichen Zofingen und machten im «Rock Trap» nur Übergriffe auf den eigenen Körper. Sie klatschten auf Beine, Schenkel und Brust, trampelten auf den Boden und bückten sich wellenartig.

An der Bühnenrückwand markierte eine riesige Lupe den Fingerabdruck als wichtiges Instrument der Tätersuche. Das Jugendblasorchester der Musikschule lieferte den Beweis, dass hier ein Ensemble mit hoher Motivation, Disziplin und liniengetreuer Stimmführung spielt. Dirigent Niklaus Hürny gab Takt und Tempo an und rief dann treffsicher mit eindeutigen Zeichen die Einsätze herbei.

So entstand mit den musikalischen Themen der Tatortserie, von «Mission Impossible» und der Bondfilme eine spannungsgeladene Vorschau auf die kommende Auseinandersetzung mit Tatorten und Tätern.

Musik und Theater im Krimi

Im Publikum sassen auch die Inspektoren Franz Schaffner und Peter Wettstein. Sie ermittelten über Andreas Maeder, seit drei Jahren Dirigent der Stadtmusik mit dem Titel eines «Bachelors of Arts in Music». Sie sollten an diesem Konzert herausfinden, ob Maeders Signalement mit dem eines mutmasslichen «Master of Arts in Music» vereinbar ist. Daran dürften nun keine Zweifel mehr bestehen.

So wie Andreas Maeder sein Orchester inspirieren, zu punktgenauen Einsätzen der Register heranholen kann, dynamisch belebt, stimmreine Klangbilder, markante Effekte und sinnstiftende Nuancen einbringt, sollte die Identifikation als Master eindeutig ausfallen. «Ja, wir schätzen und respektieren seine Stabführung ausserordentlich», erklärte Präsidentin Beatrice Kunz. Idee, Konzept und Ablauf von «Tatort Stadtsaal» mit Beizug der Theatergruppe der Kantonsschule unter Leitung von Heinz Schmid sind in der Musikkommission entstanden und entwickelt worden. Diese sollte sich die Urheberrechte sichern, denn die Kombination war einmalig originell, witzig und von hohem Unterhaltungswert.

Ziel: Zofingen soll Tatort werden

Den Anstoss dazu gab die Stadtmusik mit «Crime Time Tatort». Dann betraten Ena Lucic und Emanuel Stehler die Bühne und stellten sich als Vertreter des Schweizer Fernsehens vor, die auf der Suche nach einen neuen Schweizer «Tatort» sind. Zofingen mit seinen dunklen Gassen, vielen Ecken und seiner an sich harmlosen Bevölkerung sei dazu bestens geeignet. Darauf jagte das Stück «Hannibal» Schauer über den Rücken und das Casting nach Tätern begann. Das war gar nicht so einfach, eine Stimme im Hintergrund schrie «Ich will nicht ins Fernsehen». Die Musik antwortete mit «Miss Marple», die Theatergruppe fand vier Personen, die sich zur Prüfung als Täter zur Verfügung stellten, und «Pink Panther» tapste zum Spiel der Stadtmusik über die Bühne.

Anschliessend stellten sich die vier Kandidaten der Frage, ob sie mit einer Schusswaffe umgehen können. Sie wurde mit einem Schuss beantwortet und schon gab es ein Opfer. Eingerahmt von «Thriller» mussten sich die mutmasslichen Täter dem Verhör stellen. Am Ende des ersten Konzertteils erschienen die Guttäter der Stadtmusik auf der Bühne, solche die seit 20, 30, 45 oder sogar 55 Jahren Mitglied sind.

Nach der Pause ging es weiter in der Inszenierung des Tatorts Stadtsaal. Die Stadtmusik spielte Musik mit einem gemäss Titel kriminellen Hintergrund, die Theatergruppe schritt zur Tat. Nochmals fiel ein Schuss, Mimis Leiche wurde wie gewohnt auf einer Bahre weggetragen. Die drei des Schusses Verdächtigen argumentierten, weshalb gerade sie Mimi nicht erschossen und auch nichts gesehen hätten, und die Stadtmusik war der Ansicht, der Anschlag sei aus dem Saal gekommen. Die Tatwaffe tauchte aber im Trichter einer Posaune auf. Einig war sich jedoch das Publikum: Die Theatergruppe legte sprachlich und schauspielerisch ein perfektes, professionelles Theater hin und die Stadtmusik lieferte die ebenso überzeugende musikalische Begleitung dazu.


Zofinger Tagblatt, 27.02.2017, kbb

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